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Konfirmandenunterricht
  Konfirmandenunterricht und Konfirmation

„Konfirmation“ kommt von „confirmare“, dem lateinischen Wort für „befestigen, stärken" und "kräftigen". Auf dreierlei Art und Weise dienen das Fest der Konfirmation und die Vorbereitung darauf der Befestigung, Stärkung und Kräftigung:

  1. Konfirmandenunterricht ist Glaubensunterricht. Zusammen mit einer Gemeindepädagogin oder mit einem Pfarrer versuchen die Konfirmandinnen und Konfirmanden dem eigenen Glauben auf die Spur zu kommen. Dazu setzen sie sich auf jugendgemäße Art und Weise mit den Aussagen des christlichen Glaubens auseinander. Hierbei haben sie immer wieder die Gelegenheit, den eigenen Erfahrungshorizont in das Gruppengespräch mit einzubringen. So sollen sich die Jugendlichen ihres eigenen christlichen Glaubens bewusst werden. Im Hintergund steht, dass nur ein Glauben, der zu mir passt und wirklich mein Glauben ist, auch ein starker Glauben sein kann. Solch ein Glauben kann denjenigen durch das Leben tragen, der ihn bei sich, in der Bibel oder in der Gemeinde entdeckt.

  2. Viele Jugendliche nehmen die Menschen, die Aufgaben und die Angebote ihrer Gemeinde während der Konfirmandenzeit noch einmal bewusster wahr als vorher. Dazu tragen die regelmäßigen Gottesdienstbesuche bei. Aber auch ein „Konfirmandenpraktikum“, das in manchen Pfarrbereichen durchgeführt wird, ermöglicht ganz neue Einblicke; zum Beispiel in die Funktionsweise des Gemeindebüros oder aber in die Arbeit der Diakoniestation. Nicht zuletzt bei den „Wochenendfreizeiten“, die an vielen Orten fester Bestandteil der Konfirmandenarbeit sind, können die Jugendlichen christliche Gemeinschaft erfahren. Die Jugendlichen erleben: Christ ist man nie allein. Man ist es in der Gemeinschaft der Gläubigen. Gerade die Erfahrung von Gemeinschaft bestärkt viele Jugendliche darin, sich bewusst für den Glauben zu entscheiden.

  3. In engem Zusammenhang mit der Taufe eines Menschen steht das freimütige Bekenntnis des Glaubens an den dreieinigen Gott. Viele Christinnen und Christen werden als Säugling oder Kleinkind getauft. Eltern, Patinnen und Paten sowie die Gemeinde sprechen dann bei ihrer Taufe das Glaubensbekenntnis stellvertretend für das Kind, welches dieses noch nicht allein kann. Der Konfirmandenunterricht soll einen als Kleinkind getauften Jugendlichen dazu befähigen, nun selbstständig „Ja“ zu seiner Taufe und seinem Glauben sagen zu können. Seine Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinde entspricht nun nicht mehr nur dem Wunsch seiner Eltern und dem der Patinnen und Paten. Ab der Konfirmation wurzelt er außerdem und vor allem in einer bewussten Entscheidung des Jugendlichen.
Entdecke das Plus!
Konfirmandenunterricht: Entdecke das Plus!  

Der Konfirmandenunterricht beginnt für die Jugendlichen in der Regel nach Vollendung des 12. Lebensjahres. Zwei Jahre später endet er mit dem feierlichen Konfirmationsgottesdienst. Die Jugendlichen haben nun das 14. Lebensjahr vollendet. Nach dem Gesetz sind sie jetzt religionsmündig. Es ist ihr gutes Recht, sich frei für eine Glaubensrichtung zu entscheiden

Um am Konfirmandenunterricht teilzunehmen, muss man nicht getauft sein. Ungetaufte Jugendliche sind genau so willkommen wie getaufte. Wer noch nicht getauft ist, ist eingeladen, sich im Verlauf der Konfirmandenzeit oder im Konfirmationsgottesdienst taufen zu lassen. Selbstverständlich kann man am Konfirmandenunterricht auch einige Male „probeweise“ teilnehmen.

Einen Schwerpunkt stellt im Konfirmationsgottesdienst die persönliche Segnung der Konfirmanden statt. Sie dient der geistlichen Stärkung für den Lebensweg als Christin oder als Christ. Außerdem wird den Jugendlichen ein Bibelwort persönlich zugesprochen, der Konfirmationsspruch.

Einen weiteren Schwerpunkt stellt im Konfirmationsgottesdienst das Abendmahl dar. In vielen Gemeinden ist es das erste Abendmahl, an dem die Jugendlichen teilnehmen (dürfen). Hierdurch kommt zum Ausdruck, dass sie nun im Vollbesitz ihrer kirchlichen Rechte sind. So ist es ihnen nun auch gestattet, ein Taufpatenamt zu übernehmen.

Der Konfirmandenunterricht findet in verschiedenen Rhythmen statt: Neben dem traditionellen Modell der einmal wöchentlich stattfindenden Konfirmandenstunde gibt es an manchen Orten das Blockmodell. Die Konfirmanden treffen sich dann einmal im Monat einen Samstagvormittag lang. In Stendal können sich die Jugendlichen entscheiden, ob sie lieber an dem wöchentlich oder an dem einmal im Monat stattfindenden Unterricht teilnehmen wollen.

In der Regel beginnen die Konfirmandenkurse nach den Sommerferien oder im Spätsommer. Näheres erfahren Sie beziehungsweise erfahrt Ihr in Ihrem und Eurem Pfarramt.

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Ankern bei Gott!
  Konfirmation: Ankern bei Gott!