Kirchenkreis  
Pfarrämter  
Pfarramtssuche  
Kinder im Kirchenkreis  
Jugendliche im Kirchenkreis  
Studierende  
Musik im Kirchenkreis  
Taufe, Konfirmation, Trauung, Bestattung  
Diakonische Einrichtungen und Seelsorge  
Ehrenamtsakademie  
Verwandte Homepages  
   
Zum Kalender  
   
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  
   

Zurück in die Steinzeit

Abenteuerfreizeit der Evangelischen Jugend in Kamern

Abenteuerfreizeit 2017
Wieder ungefähr 100 Kinder und Jugendliche nahmen an der beliebten Abenteuerfreizeit teil.

„Hört gut zu! Yabba Dabba Doo!“ Kaum ertönt dieser Spruch auf dem Gelände am Grünen Haus am Kamernschen See, verharrt die emsige Geschäftigkeit. Alle verstummen und warten, was der Dino verkündet: „Der Markt der Möglichkeiten beginnt!“ Und schon geht der Trubel los! Am Freitagabend krönt das Steinzeitfest die einwöchige Ferienfreizeit der evangelischen Kirche, die am Samstagnachmittag mit einer kleinen Präsentation von Steinzeittanz und Lied vor den Eltern endete.
Los war jeden Tag etwas vom Morgengrauen bis zum Sonnenuntergang und länger. Dafür haben Ludolf von Laberstein – Gemeindepädagoge Andreas Gierke – und sein Team gesorgt. Und das ist groß. Denn viele der Kinder aus den Bereichen Sandau, Schönhausen, Tangermünde, Tangerhütte und Jerichow, die bis zur 6. Klasse an der Freizeit teilnehmen können, wollen auch als Ältere dabei sein – als Betreuer eben. Manche studieren inzwischen, machen eine Ausbildung, stehen schon in Arbeit und nehmen extra Urlaub für die Kinderfreizeit, die zum inzwischen neunten Mal im Grünen Haus stattfindet.

Logistischer Aufwand

Die Siebtklässler schieben alljährlich Küchendienst, machen sie sogar gern! Unter Chef Fred Feuerstein (Michael Kronefeld) bereiten sie alle Mahlzeiten des Tages zu. Da kommen schon mal 300 Kartoffelpuffer und 400 Eierkuchen für ein Mittagessen zusammen. Insgesamt wurden 460 Eier gebraucht, 50 Kilo Kartoffeln, 12 Stiegen Milch und 85 Gläser Marmelade. Die 60 Kuchen haben Eltern vorbeigebracht – Steinzeitmenschen haben eben ordentlich Hunger! Schließlich „arbeiten“ sie auch viel. Nach dem Wecken am Morgen, wenn die Kinder aus den Zelten gekrochen sind, geht es mit der Andacht zwar erst einmal gemächlich los, aber dann...

Kinder und Betreuer zusammen

Das Tagesprogramm für die Kinder, die in Gruppen zu je fünf Personen eingeteilt waren, sah jede Menge Steinzeitliches vor: Da wurde im Steinbruch geschuftet, in der Höhle gemalt, Brot gebacken, Seife hergestellt, ein Fahrzeug gebaut, gesungen, getanzt, auf Wanderschaft gegangen und natürlich im See gebadet. „Viele Dinge haben sich auch ganz spontan ergeben“, erzählt Kathrin Gierke. „Das ist das Schöne an der Ferienfreizeit. Kinder und Betreuer bilden eine Einheit, alles wird gemeinsam entschieden.“ Wegen des Regens musste manchmal auch umdisponiert werden, aber Steinzeitmenschen sind nicht zimperlich. Und moderne Technik sorgte schließlich dafür, dass Kleidung und Schlafsäcke schnell wieder trocken wurden.

Arbeit im Steinbruch

Zum Markt der Möglichkeiten zeigte sich auch Dank Sonnentanz das Wetter von seiner guten Seite. Die Betreuer trugen natürlich Steinzeitkluft. Auch Schmuck gehörte dazu: Die hölzernen Knochen-Ketten waren mit den Namen graviert – auch eine schöne Erinnerung an die Kinderfreizeit. An verschiedenen Stationen wurde gewerkelt: Das Steinzeitmobil brauchte noch einen farbigen Anstrich, es wurde gekegelt und mit Pfeil und Bogen geschossen, große Türme entstanden, Steine wurden behauen, Sandbilder gestaltet, Kokusnussschalen zu Schmuck verarbeitet, Wolliges hergestellt, gefilzt, Seife gegossen und gegessen. Dafür bot die „Fressmeile“ die leckersten Dinge: Pizza, Hot Dog, Würstchen, Smoothies... Zum Abschluss krönte das Rennen Fred Feuerstein gegen Barney Geröllheimer in ihren Steinzeit-Mobilen den Markt der Möglichkeiten.
Nach einer kurzen Nacht hieß es am Sonnabend, Sachen zu packen und die Zelte abzubauen, Abschied von alten und neuen Freunden zu nehmen und sich das Versprechen zu geben, sich im nächsten Jahr wieder am Kamernschen See zu treffen.

(Text und Bild: Anke Schleusner-Reinfeldt / Havelberger Volksstimme)

Zurück zur Startseite